Von Photovoltaikanlagen bis zu individueller Automatisierung- und Steuerungstechnik

Unternehmertag Nordkreis Osnabrück ILEK zu Gast bei Elektrotechnik Grüter in Neuenkirchen

Von Photovoltaikanlagen bis zu individueller Automatisierung- und Steuerungstechnik

Nordkreis-Unternehmertag auf Stippvisite bei Elektrotechnik Grüter

Er wisse noch sehr gut, wie er vor etwas mehr als 14 Jahren in der Garage neben seinem Elternhaus angefangen habe, erzählte Marco Grüter rund 20 Besuchern beim Nordkreis-Unternehmertag 2018. Die interessierten Unternehmerinnen und Unternehmer aus den vier Samtgemeinden Neuenkirchen, Fürstenaus, Artland und Bersenbrück nahmen das Angebot wahr, bei Elektrotechnik Grüter hinter die Kulissen eines wachsenden Betriebs für modernste Energieanlagentechnik und effiziente Lösungen für individuelle Elektrotechnik zu schauen.

Rückblende: Wenn man so will, ist das junge Unternehmen im Gewerbegebiet Uhlenbrock in Neuenkirchen soeben dem Kindesalter entwachsen. Gegründet im Mai 2004 sind Marco, seine Frau Andrea und die 30 Mitarbeiter mit Elektrotechnik Grüter gerade erst im besten Teenageralter angekommen. Aber wer genauer hinschaut, sieht, dass das Unternehmen trotz seiner noch jungen Jahre längst erwachsen geworden ist. Neben der Installation von Photovoltaikanlagen und Speichertechnik zählen der Bau von Mittelspannungsschaltanlagen, Trafostationen und Schaltschränken für Gewerbe, Landwirtschaft und Industrie sowie individuelle Automatisierungs- und Steuerungstechnik zum Leistungsspektrum. Davon überzeugen konnten sich die Besucher unter anderem anhand eines kleinen Roboters, dem die Programmierer von Grüter zum Unternehmertag der ILEK Region Nördliches Osnabrücker Land das Entnehmen von Bierflaschen aus einer Kiste zum Bedienen der Gäste beigebracht hatten.

„Mit der langjährigen Erfahrung eines Familienbetriebs für Elektroinstallationen und dem Know-how für Energieanlagentechnik liefern wir Lösungen für zuverlässige und moderne Elektrotechnik“, berichtete Grüter. Vor allem im Bereich Photovoltaik ist die Nachfrage nach hochwertigen und effizienten Anlagen groß. Die Menschen suchen nach Wegen, ihre eigene Energie zu gewinnen. Elektrotechnik Grüter hilft ihnen dabei. Photovoltaik lohnt sich nach wie vor. „Eine moderne Anlage amortisiert sich nach zehn bis elf Jahren“, rechnet Grüter vor. Das gilt im Privaten ebenso wie für Kunden aus Landwirtschaft, Industrie und Mittelstand. „Wir haben viele Kunden, für die wir derzeit Projekte in der Größenordnung 500 kWp und größer umsetzen“, so Grüter. Als ein sichtbares Beispiel nannte er eine Anlage im Niedersachsenpark, die bereits fertiggestellt ist. Ein weiteres Projekt in ganz ähnlicher Größenordnung entsteht derzeit für eine Spedition im Nordkreis Osnabrück.

Aber mit der gewonnenen Energie ist für Grüter noch nicht Schluss. Wer will, dem installieren die Elektroprofis leistungsstarke Akku-Speicher. Auch wenn diese noch nicht so wirtschaftlich arbeiten, arbeite die Technik schon sehr überzeugend. In der Zukunft werden die Systempreise sicherlich weiter fallen. Im Firmengebäude in Neuenkirchen wird erneuerbarer Strom bereits jetzt gewonnen und gespeichert. „Damit kommen wir locker durch die Nacht. Wir sind quasi autark – wenigstens was den Strom betrifft“, erklärt Grüter den Besuchern. Und was im Kleinen funktioniert, geht auch eine Nummer größer. Derzeit stattet Grüter einen Hof mit einem großen Akku-Speicher aus, weil dieser nach 20 Jahren keine EEG-Vergütung mehr bekommt und die aus seiner Anlage selbst erzeugte Energie von nun an verstärkt selbst nutzen will.

Neben den erneuerbaren Energien baut der Erfolg von Grüter auf seinen Mitarbeitern. Viele der heutigen Fachkräfte und Meister haben vor Jahren hier gelernt. Nach Luis Lüschen vor zwei Jahren ist mit Tim Döhmann dieses Jahr erneut ein Auszubildender als Innungssieger der Kreishandwerkerschaft Osnabrück ausgezeichnet worden. „Wir geben jedem, der bei uns anfängt, eine Chance, seinen abwechslungsreichen Weg als Elektroniker mit uns zu gehen“, betont Grüter – mit Erfolg: Im August haben drei junge Männer und eine junge Frau ihre Ausbildung zum Elektroniker begonnen. In diesem Sinne gab Grüter den Besuchern mit einem Augenzwinkern eine letzte Bitte mit auf den Heimweg: „Wenn Sie jemanden kennen, der sich für das immer noch sehr spannende Feld der Elektrotechnik interessiert, wir haben viele interessante Aufgaben und Jobs.“